Kernkompetenz
Die A13 ist nach dem Gotthard die wichtigste Nord-Süd-Verbindung der Schweiz. Täglich fahren rund 7000 Fahrzeuge über die Strecke, und fällt der Gotthard aus, ist sie die einzige relevante Alternative. Über 50 Jahre nach ihrer Eröffnung wird der Abschnitt Pian San Giacomo – San Bernardino umfassend saniert. Das ASTRA wollte Reisenden und Einheimischen erklären, was dort geschieht – statt nur zu signalisieren.
Ein Signaletik-Konzept führt Reisende aus beiden Fahrtrichtungen vom Parkplatz zum Pavillon: kleine und grosse Stelen, Wegweiser an der Unterführung und Infopoint-Schilder am Gebäude – in der Formensprache der Strasse, damit man sie auch im Vorbeifahren versteht.
Im Zentrum liegt ein grosses Relief mit dem Luftbild der ganzen Strecke. Historische Fotos aus den 1960er-Jahren mit Zahlen und Fakten von damals zeigen, wie die A13 entstanden ist. Ein grossformatiges Landschaftsbild holt das Tal in den Raum. Rundherum vertiefen vier Themenelemente die Sanierung.
Die Ausstellungselemente bestehen aus Armierungseisen – dem Material, das in den Mauern, Tunneln und Galerien der A13 steckt. Selbst die Montage folgt der Baustelle: Die Tafeln sind mit Armierungsbindern befestigt, dem Draht, mit dem auf jeder Baustelle die Eisen verbunden werden. Die vier Themen: Sicherheit im Tunnel, modernste Technik in Tunnel und Galerien, der Werkhof San Bernardino und erneuerbare Energie dank Solarstrom.
Italienisch zuerst, Deutsch dazu: Die Inhalte richten sich an die Menschen im Misox ebenso wie an Durchreisende aus dem Norden. Klare Hierarchien und kurze Texte sorgen dafür, dass eine Rast genügt, um das Wesentliche mitzunehmen.
Eine Baustelle wird eher akzeptiert, wenn man sie versteht. Der Infopoint macht aus einer Sanierung eine Geschichte – mit einem Material, das man anfassen kann, und Inhalten, die in eine kurze Pause passen. Konzept, Texte, Luftbild, Signaletik und Gestaltung stammen von Hü7.