Kernkompetenz
Die Ausstellung folgt dem Lernmodell AVIVA: ankommen und einstimmen, Vorwissen aktivieren, informieren, verarbeiten, auswerten. Die Konzeption verbindet zwei Achsen. Vertikal führt der Weg Stockwerk für Stockwerk durch die Themen der Biodiversität. Horizontal verknüpft jede Etage diese Themen mit dem Schutzgebiet rund um den Turm und dem Oberengadin. So werden globale Zusammenhänge vor Ort sichtbar.
Der Turm hat weder Strom noch fliessendes Wasser. Diese Ausgangslage hat die Gestaltung geprägt: Statt auf Technik setzt sie auf den Ort selbst. Die tiefen Fensternischen der alten Mauern wurden zu Thementafeln. Sie greifen das Thema des jeweiligen Stockwerks auf und zeigen Beispiele, die man direkt durch das Fenster in der Landschaft beobachten kann.
Biodiversität ist ein komplexes Thema, ihre Abhängigkeiten sind schwer zu fassen. Darum setzt die Ausstellung auf interaktive Stationen, die Aha-Erlebnisse auslösen. Was überrascht oder mit dem eigenen Körper erlebt wird, bleibt im Gedächtnis.
Zum Schluss schlägt die Ausstellung die Brücke zum eigenen Handeln. Die Station «Selbstverpflichtung» zeigt, wie jede und jeder die Biodiversität im Alltag fördern kann. Sie lädt dazu ein, sich direkt vor Ort dazu zu verpflichten. So wird aus Wissen ein Versprechen. Seit 2026 trägt der Themenweg «Ein stiller Pakt» diesen Gedanken hinaus ins Schutzgebiet rund um den Turm.